Teslas Notfall-Wegfahrfunktion erstmals versehentlich genutzt

Tesla hat vor einigen Monaten die Notfallfunktion „Emergency Drive Away“ eingeführt, die es Fahrern ermöglichen soll, das Fahrzeug bei einer unmittelbaren Bedrohung schnellstmöglich vom Supercharger zu trennen und zu flüchten. Nun kam das System erstmals in der Praxis zum Einsatz – allerdings offenbar durch ein Missverständnis.

Der Vorfall ereignete sich am vergangenen Wochenende an einer Supercharger-Station in Austin, Texas. Ein anderer Tesla-Fahrer beobachtete das Geschehen und berichtete auf Reddit darüber. Demnach löste ein mutmaßlich übermüdeter Fahrer die Notfallfunktion gegen 6 Uhr morgens versehentlich aus, nachdem er die Warnhinweise auf dem Touchscreen nur unvollständig gelesen hatte. Beim Anfahren wurde das Ladekabel aus der Halterung gerissen und mitgezogen.

Die „Emergency Drive Away“-Funktion entriegelt den Supercharger-Stecker im Notfall elektronisch, ohne dass der Fahrer aussteigen muss. Das Verfahren beschädigt jedoch vorsätzlich sowohl das Fahrzeug als auch die Ladeinfrastruktur. Tesla hatte bereits bei der Einführung klargestellt, dass Schäden von bis zu 25.000 US-Dollar entstehen können.

Wird die Funktion ohne berechtigten Grund ausgelöst, trägt der Fahrzeugführer die vollständigen Reparaturkosten. Tesla definiert valide Notfälle ausschließlich als Situationen mit unmittelbarer Gefahr für Leib und Leben, in denen das Aussteigen unsicher wäre oder das manuelle Trennen des Kabels eine Flucht unzumutbar verzögern würde. Nach jeder Auslösung muss das Fahrzeug zwingend in einem Tesla Service Center überprüft werden.

Wie beurteilt ihr das Risiko von Fehlbedienungen bei solchen Notfallfunktionen?

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