Tesla FSD-Zulassung in der EU verzögert sich bis Dezember

Die Einführung von Teslas „Full Self-Driving“ (Supervised) in der Europäischen Union verzögert sich voraussichtlich um einige Monate. Bei der kommenden Sitzung des zuständigen EU-Ausschusses (TCMV) am 6. Oktober wird es keine Abstimmung über eine EU-weite Zulassung geben. Auf der Agenda steht lediglich eine Fortsetzung der Diskussionen über den Antrag der Niederlande. Die nächste reguläre Sitzung des Ausschusses findet im Dezember statt, was nun der frühestmögliche Termin für eine Entscheidung ist.

Bisher haben sieben EU-Staaten (die Niederlande, Litauen, Estland, Dänemark, Belgien, Slowenien und Tschechien) das System für ihre Straßen freigegeben. Diese Länder repräsentieren etwa 12 Prozent der EU-Bevölkerung. Für eine EU-weite Zulassung ist jedoch eine qualifizierte Mehrheit erforderlich: Mindestens 15 der 27 Mitgliedstaaten, die zusammen 65 Prozent der EU-Bevölkerung ausmachen, müssen zustimmen. Die entscheidenden Märkte Deutschland, Frankreich, Italien und Spanien stehen dem System teils skeptisch gegenüber. Während Frankreich das aktuelle System bereits abgelehnt hat, äußerten andere Staaten Bedenken hinsichtlich der Einhaltung von Geschwindigkeitsbegrenzungen.

Tesla stützt seinen Zulassungsantrag auf Sicherheitsdaten aus der Praxis. Nach Unternehmensangaben nutzen in Europa bereits über 70.000 Kunden das System und legen täglich mehr als eine Million Kilometer zurück. Dabei soll das Unfallrisiko im Vergleich zum manuellen Fahren um das 4,1-Fache geringer sein. Diese Daten sind jedoch selbstberichtet und nicht unabhängig geprüft. Bis zu einer Entscheidung im TCMV bleibt die rechtliche Situation in Europa ein Flickenteppich.

Glaubt ihr, dass eine EU-weite Zulassung noch in diesem Jahr beschlossen wird?

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