SpaceX hat einen wichtigen Meilenstein vor dem nächsten Testflug des Starship-Gesamtsystems erreicht. Wie das Unternehmen über die Plattform X mitteilte, wurde die Generalprobe (Wet Dress Rehearsal) für den 14. Flug (Flight 14) erfolgreich abgeschlossen. Damit bleibt der geplante Starttermin am Montag, den 28. September, bestehen. Das Startfenster an der Starbase in Texas öffnet sich um 7:15 Uhr Ortszeit (14:15 Uhr deutscher Zeit) und bleibt für 75 Minuten offen. Die Genehmigung der US-Luftfahrtbehörde FAA steht derzeit noch aus.
Bei der Generalprobe wurden die Trägerrakete (Booster 21) und das Raumschiff (Ship 41) vollständig mit flüssigem Treibstoff befüllt und der Countdown bis kurz vor die Zündung simuliert. Dieser Test dient dazu, eventuelle Lecks oder technische Probleme vor dem eigentlichen Start zu identifizieren.
Der bevorstehende Flug 14 unterscheidet sich grundlegend von den bisherigen 13 Testflügen, die alle einer suborbitalen Flugbahn folgten. Dieses Mal soll Ship 41 etwa 25 Minuten nach dem Start ein Triebwerk im All zünden (Orbital Insertion Burn), um eine stabile Umlaufbahn in rund 275 Kilometern Höhe zu erreichen. Geplant sind sechs Erdumkreisungen über einen Zeitraum von fast zehn Stunden. Je nach Systemzustand kann die Mission flexibel auf zwei oder fünf Orbits verkürzt werden. Für den Wiedereintritt muss das Raumschiff im All erfolgreich ein Raptor-Triebwerk zur Verlangsamung zünden.
Erstmals transportiert Starship bei diesem Flug eine aktive Nutzlast: 26 Starlink V3-Satelliten sollen im Orbit ausgesetzt werden und das bestehende Netzwerk erweitern. Drei dieser Satelliten sind mit speziellen Kameras ausgestattet, um den Hitzeschild des Starships während des Fluges auf Schäden zu überprüfen.
Zudem wurden diverse Hardware-Modifikationen vorgenommen. Ship 41 verfügt über zusätzliche Befestigungen und modifizierte Kacheln am Hitzeschild, um das Eindringen von Plasma zu verhindern. Erstmalig werden auch zwei bereits geflogene Kacheln von Ship 40 wiederverwendet. Booster 21 wurde mit verbesserten Filtern und einer optimierten Software ausgestattet, um Triebwerksausfälle beim Landeanflug zu verhindern.
Eine weiche Landung am Turm ist für diesen Flug noch nicht vorgesehen. Booster 21 soll im Golf von Mexiko wassern, während für Ship 41 eine Wasserung im Pazifischen Ozean westlich von Chile geplant ist.
Was haltet ihr von den technischen Neuerungen und dem ersten orbitalen Testflug?
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