Elon Musk hat offiziell bestätigt, dass sowohl Tesla als auch SpaceX jeweils Sonderausschüsse aus unabhängigen Vorstandsmitgliedern eingesetzt haben. Diese Gremien wurden auf Wunsch von Aktionären gebildet, um eine mögliche Fusion beider Unternehmen zu prüfen. Dies ist der erste formelle Schritt zu einer potenziellen Zusammenlegung nach monatelangen Spekulationen.
Musk gab diese Entwicklung während der Telefonkonferenz zu den Quartalsergebnissen von SpaceX bekannt. Da er bei beiden Unternehmen eine Doppelrolle einnimmt, ist er von den Beratungen der Sonderausschüsse ausgeschlossen, um Interessenskonflikte zu vermeiden.
Technologische Synergien als Grund für die Überlegungen:
Musk sprach sich persönlich für den Zusammenschluss aus und verwies auf die enge Zusammenarbeit beider Unternehmen. Wichtige Überschneidungen bestehen in den Bereichen Superintelligenz-Software, Chip-Design, der Terafab-Produktionsstätte in Austin, Robotik, Nutzlasten im Orbit und Satellitenverbindungen. Beide Unternehmen arbeiten bereits bei Projekten wie dem neuen Tesla Roadster zusammen, der Kaltgas-Triebwerke von SpaceX nutzt.
Hohe rechtliche und organisatorische Hürden:
Eine Fusion ist trotz der Ausschussbildung nicht garantiert. Bislang gibt es keine vereinbarten Bedingungen für eine Transaktion. Für das Zustandekommen einer Fusion auf Seiten von Tesla ist die Zustimmung von mindestens 50 Prozent aller ausstehenden Aktien erforderlich – nicht nur der bei einer Abstimmung anwesenden Stimmen. Da Musk selbst rund 20 Prozent der Stimmrechte hält, ist eine breite Unterstützung durch institutionelle und private Anleger notwendig. In der Vergangenheit scheiterten Anträge bei Tesla bereits an dieser hohen Schwelle.
Auch zeitlich ist eine schnelle Umsetzung unwahrscheinlich. In den offiziellen Unterlagen für die Tesla-Hauptversammlung am 3. Dezember steht das Thema nicht auf der Tagesordnung. Eine Abstimmung müsste daher über eine gesonderte, außerordentliche Aktionärsversammlung erfolgen.
Finanzielle Ausgangslage:
SpaceX verzeichnete im dritten Quartal einen Umsatz von 14,58 Milliarden US-Dollar, was einer Steigerung von 161 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Der Bereich Superintelligenz stellte dabei mit 7,56 Milliarden US-Dollar den größten Umsatzanteil dar. Die Bewertung von SpaceX wird bei der Festlegung eines möglichen Umtauschverhältnisses für Tesla-Aktionäre eine zentrale Rolle spielen.
Wie beurteilt ihr eine mögliche Fusion von Tesla und SpaceX?
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