Ukrainische Regierungs- und Militärvertreter werfen SpaceX vor, die Geschwindigkeitsgrenzen für die militärische Starlink-Variante „Starshield“ angepasst zu haben. Nach Angaben des präsidentiellen Beraters Serhij Beskrestnow brechen die Verbindungen von Starshield-Endgeräten ab, sobald diese sich schneller als etwa 160 km/h (100 mph) bewegen. Dies habe bereits zur Störung mehrerer Drohnenmissionen geführt. Berichte aus ukrainischen Einheiten sprechen zum Teil von Signalunterbrechungen bereits ab Geschwindigkeiten von rund 60 bis 120 km/h.
Zivile Starlink-Terminals seien von dieser Maßnahme laut Berichten nicht betroffen. Vonseiten SpaceX gibt es bislang keine offizielle Stellungnahme oder Bestätigung zu den Vorwürfen. Die Anschuldigungen fallen zusammen mit Debatten über ukrainische Angriffe auf russische Energieinfrastrukturen und Äußerungen von Elon Musk auf der Plattform X.
Polens Außenminister Radosław Sikorski kritisierte die möglichen Einschränkungen öffentlich. Polen ist der größte finanzielle Unterstützer des Starlink-Einsatzes in der Ukraine und finanziert derzeit über 29.000 Terminals mit laufenden Kosten von geschätzt 50 Millionen US-Dollar pro Jahr.
Die Nutzung von Starlink in der Ukraine begann kurz nach Beginn des Konflikts im Februar 2022. Ende 2024 wurden Teile der Terminals in das spezialisierte Starshield-Programm des US-Verteidigungsministeriums überführt. Aufgrund der aktuellen Unsicherheiten evaluiert die Ukraine bereits alternative Satellitensysteme wie das Projekt UASAT-NANO des Herstellers Stetman sowie europäische Ansätze, wenngleich derzeit kein System die Abdeckung von Starlink erreicht.
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