Das taiwanische Energieunternehmen Apollo Power hat mit der taiwanischen Energiesparte von Tesla einen Vertrag über die Lieferung von 260 Tesla Megapack 2XL-Einheiten abgeschlossen. Dies entspricht einer Gesamtkapazität von rund 1 Gigawattstunde (GWh). Die Energiespeicher sind für Projekte hinter dem Zähler sowie zur Erhöhung der Netzresilienz vorgesehen, um den rasch steigenden Strombedarf von KI-Rechenzentren zu decken.
Die Auslieferung der Geräte soll schrittweise ab Ende 2027 erfolgen, die operative Inbetriebnahme der Anlagen ist für 2028 geplant. Über den genauen Kaufpreis schwiegen die Parteien unter Verweis auf eine Vertraulichkeitsvereinbarung. Finanzieren möchte Apollo Power die Anschaffung über eine Kapitalerhöhung sowie Bankkredite.
Derzeit stehen laut lokalen Medienberichten erst etwa 33 der 260 Einheiten unter festen Kundenverträgen, während sich rund 150 weitere in Verhandlung befinden. Der frühzeitige Kauf dient somit primär der Kapazitätssicherung, da das globale Angebot an Großspeichern derzeit knapp ist. Zudem geben gesetzliche Vorgaben in Taiwan Großverbrauchern vor, eigene Erzeugungs- und Speicherkapazitäten aufzubauen.
Parallel dazu hat Apollo Power eine Allianz für KI-Rechenzentren und Netzstabilität mit Phison, Gigabyte und Shihlin Electric gegründet. Das Tesla Megapack 2XL wurde zudem kürzlich in Nvidias „DSX Ready“-Qualifikation für Batteriespeicher in KI-Fabriken aufgenommen. Weltweit hat Tesla Energy bereits über 50 GWh an Speicherkapazität installiert.
Wie beurteilt ihr die Entwicklung, dass die Energieversorgung zunehmend zum entscheidenden Faktor für den Ausbau von KI-Infrastruktur wird?