Der Konflikt um den Markteintritt von Starlink in Indien verschärft sich. Elon Musk äußerte auf der Plattform X deutliche Kritik an Mukesh Ambani, dem Vorsitzenden von Reliance Industries, und warf ihm die Blockade von Starlink vor. Musk bezeichnete Ambani in einem Beitrag ironisch als eigentlichen Machthaber des Landes und warf ihm monopolistische Strukturen vor.
Hintergrund der Auseinandersetzung sind Verzögerungen bei der Freigabe von Starlink in Indien. Die Anbieter Reliance Jio und Bharti Airtel halten zusammen mehr als 80 Prozent des indischen Telekommunikationsmarktes. Musk argumentierte, dass Starlink insbesondere in entlegenen Regionen ohne Internetzugang sowie bei Naturkatastrophen eine wichtige Versorgung bieten könnte.
Reaktion der indischen Behörden
Das indische Kommunikationsministerium wies die Vorwürfe einer Ungleichbehandlung zurück. Kommunikationsminister Jyotiraditya Scindia stellte klar, dass drei Unternehmen – Starlink, Jio Satellite Communications und Eutelsat OneWeb – Lizenzen für Satellitenkommunikation halten. Eine kommerzielle Inbetriebnahme sei erst möglich, sobald die Preisgestaltung für das Satellitenspektrum abgeschlossen ist und die Sicherheitsprüfungen des Innenministeriums vorliegen.
Regulatorische Vorgeschichte
Starlink erhielt nach dreijähriger Wartezeit im Jahr 2025 seine Betreiberlizenz. Im Juli folgte eine Genehmigung der Raumfahrtbehörde IN-SPACe. Der derzeitige Stillstand betrifft vor allem Sicherheitsauflagen und die Kontrolle über lokale Gateways.
Bereits Ende 2024 gab es Meinungsverschiedenheiten bezüglich der Zuteilung von Frequenzen. Während Ambani eine Versteigerung forderte, entschied sich die indische Regierung für eine administrative Zuteilung. Jio plant mittlerweile den Aufbau einer eigenen Satellitenkonstellation mit geschätzten Investitionen von 10 bis 15 Milliarden US-Dollar.
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