US-Mobilfunkanbieter fordern FCC-Einschränkungen für Starlink

Vor einer Abstimmung der US-Fernmeldebehörde FCC versuchen die großen amerikanischen Mobilfunkanbieter AT&T, Verizon und T-Mobile, den Handlungsspielraum von Satelliten-Mobilfunkdiensten wie SpaceX Starlink einzuschränken. Die Anbieter fordern über den Branchenverband CTIA, knapp 290 MHz der insgesamt 482 MHz vorgeschlagenen Frequenzen aus dem Entwurf zu streichen. Konkret geht es um die Bänder bei 2,5 GHz und 3,45 GHz.

Die Mobilfunkkonzerne begründen ihren Antrag mit möglichen technischen Störungen. T-Mobile argumentiert, dass Satellitensignale im 2,5-GHz-Bereich die Abdeckung von Bodenstationen im Uplink-Bereich um bis zu 96 Prozent reduzieren könnten. T-Mobile nimmt in dieser Debatte eine Doppelrolle ein: Das Unternehmen ist zwar der bisherige US-Startpartner für Starlink Mobile, hat sich jedoch zeitgleich mit AT&T und Verizon zu einem gemeinsamen Satelliten-Joint-Venture zusammengeschlossen.

SpaceX vertritt gegenüber der FCC die entgegengesetzte Position und beantragte die Hinzunahme des Frequenzbands von 902 bis 928 MHz. Ziel von SpaceX ist es, die Mobilfunkregeln zu modernisieren, um eine direkte Verbindung zwischen Smartphones und Satelliten ohne terrestrische Netze zu ermöglichen. Das Unternehmen hat zur Vorbereitung bereits Frequenzpakete von EchoStar und Grain Management erworben.

Die anstehende Abstimmung der FCC entscheidet nicht final über die Frequenzvergabe, sondern leitet eine öffentliche Kommentierungsphase ein. Neben SpaceX beobachten auch andere Akteure die Entwicklung, darunter Amazon, dessen Übernahme von Globalstar zur Bereitstellung eigener Satellitendienste kürzlich von der FCC genehmigt wurde.

Wie beurteilt ihr den Konflikt zwischen den etablierten Mobilfunkanbietern und neuen Satellitendiensten?

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