Die US-Raumfahrtbehörde NASA hat SpaceX einen weiteren Auftrag im Wert von 946 Millionen US-Dollar erteilt. Dabei handelt es sich um eine Vertragserweiterung für drei zusätzliche bemannte Missionen zur Internationalen Raumstation (ISS). Die Missionen Crew-15, Crew-16 und Crew-17 sichern die Rolle von SpaceX als primärer Transporteur für Astronauten bis zum Ende des Jahrzehnts.
Der bestehende Vertrag für kommerzielle Crew-Transporte wächst damit auf einen Gesamtwert von 5,92 Milliarden US-Dollar für insgesamt 17 Flüge an. Die neuen Missionen umfassen die gesamte Abwicklung am Boden, den Start, den Aufenthalt im Orbit sowie die Rückkehr der Astronauten. Zudem sind Frachttransporte und die Bereitstellung des Raumschiffs als Rettungsboot an der ISS bis zum Jahr 2030 Teil der Vereinbarung.
Hintergrund dieser Entscheidung sind anhaltende technische Probleme und Verzögerungen beim Konkurrenzprojekt von Boeing. Der CST-100 Starliner hat bisher keine betriebsbereite Rotationsmission für die NASA absolviert. Nach Triebwerksproblemen während eines Testflugs im Jahr 2024 mussten Astronauten ohne den Starliner zur Erde zurückkehren. Während die NASA drei der ursprünglich geplanten sechs Zusatzmissionen fest an SpaceX vergeben hat, bleiben die restlichen drei Optionen offen – potenziell für Boeing, sollte der Starliner die Zertifizierung noch erhalten.
Gwynne Shotwell, Präsidentin von SpaceX, bestätigte kürzlich, dass der Einsatz von Crew Dragon vorerst fortgesetzt wird, legte sich jedoch nicht auf eine Nutzung über das Jahr 2030 hinaus fest. Aktuell befindet sich Crew-12 an der Raumstation, während der Start von Crew-13 für die kommenden Wochen vorbereitet wird.
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